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Wiesenkerbel - Anthriscus sylvestris
Familie: Doldengewächse / Umbelliferae;
Andere Namen: Wiesenkerbel, Waldkerbel, Wilder kerbel, Kälberkern, Heustengel;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: 20-40cm hohes Kraut, ein-zweijährig, mit Pfahlwurzel;
Stängel: behaart, selten kahl;
Batt: Grundblätter schmal-länglich, gezähnt bis fiederspaltig, selten ganzrandig, rosettig;
Blüten: Kornblüte 2-3mm, weiß;
Blütezeit: Januar - Dezember;
Frucht: Schötchen Dreieckigbisweilen ausgerandet;
Standort: Unkrautfluren, Äcker, Wege, Schutt, Gräben, Wiesen, Ödland, (häufiges Unkraut);
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa;
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Wildgemüse / Genuss oder Nahrungsmitttel:
Sammeln: Blätter das ganze Jahr;
Wurzeln von September bis in den Winter;
Verwendung: Bis 10 Prozent in Mischsalaten, Spinat, Gemüsebrühe;
Trocknen;
Würze zu diversen Speise, Kräuter Gemüsesuppe, Kräuterkäse;
Wurzeln zu Kochgemüse;
Ähnlich: Die aus Südeuropa stammende Gewürzpflaneze Gartenkerbel (Anthriscus cerefolium);
Achtung: Vorsicht vor Verwechslung mit folgenden ähnlichen, giftigen Doldengewächsen:
Giftwasserschirling (Cicuta virosa), Stengel hohl, riecht unangenehm;
Gefleckter Schirling (Conium maculatum), Stengel fein gerillt, schwach blaulich, an der Basis rote Flecken;
Betäubender Kälberkof (Chaerophyllum temulum), Stengel rauhhaarig, meist schmutzigrot gefleckt;
Hundspetersilie (Aethusa cynapium), beim Zerreiben unangenehm riechend;
Artenschutz: Die Unterart Anthriscus stenophyllus steht unter Artenschutz und darf daher nicht wild gesammelt werden;
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Pahlow 1986; Loch 1993)
Heilpflanze:
Sammeln: Blühendes Kraut von Mai bis Juli;
Zubereitung: Heißer Aufguß, frischer Kräuterbrei;
Anwendung (innerlich): Tee wirkt harntreibend und zur Blutreinigung.
Anwendung (äußerlich): Frischer, angewärmter Kräuterbrei auf chronische Ekzeme und Milchknoten abstillender Mütter
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Bitterstoffe, ätherisches Öl;
(Heiss 1980)