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Berberitze - Berberis vulgaris
Familie: Sauerdorngewächse / Berberidaceae;
Andere Namen: Berberitze, Sauerdorn, Essigbeere, Dreidorn, Zitronenbeere, Spitzbeere, Zizerlstrauch, Weinscharl, gewöhnliche Berberitze;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: bis 2-4m hoher Strauch, sommergrün;
Zweige: Ende der Zweige abwärtsgeneigt, Blätter in Büscheln an ihrem Grunde 3 (1-7) teilige Dornen;
Batt: verkehrt-einfürmig, scharf-gesägt;
Blüten: gelb in hängenden Trauben, stark riechend;
Blütezeit: April bis Juni;
Frucht: scharlachrote, längliche, saure Beere;
Standort: Gebüsche, Waldräander, meist auf Kalkigem Boden, in der Nähe von Getridefeldern unerwünscht, da Zwischenwirt des Getreiderostpilzes;
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa;
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Wildgemüse / Genuss oder Nahrungsmitttel:
Sammlen: Vollkommen reife Beeren September bis November, möglichst nach dem ersten Frost; Jüngste Blätter von April bis Mai;
Verwendung: Die Beeren können roh verzehrt werden, besonders nach dem ersten Nachtfrosst, der ihnen die Bitterkeit nimmt;
Der Saft der Beeren eignet sich als Ersatz für Zitrone und Essig und hält sich gekühlt einige Monate;
Einige Beeren als würzige Zugabe für diverse Speisen, z.B. Kompott, Einkochobst, Fleischsaucen, Kräuterlimonaden, Kräuter-/Gemüsessuppen, Gelee;
Getrockne Beeren als Früchtetee bestandteil;
Jüngste Blätter in kleinen Mengen als Beigabe zu Salaten und zu Kräuter-/Gemüsesuppen;
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schönichen 1947; Klockenbring 1944; Schnelle 1999, Pahlow 1986; Krach 1986)
Heilpflanze:
Sammeln: Wurzeln Frhjahr und herbst; Früchte September bis November; Blätter; Rinde;
Zubereitung: Abkochung von Wurzel und Rinde; heißer Aufguß von Blättern und Früchten;
Anwendung (innerlich): Wurzel und Rinde bei Leber und Gallenleiden, Kreislaufstörungen, Nierneleiden und Rheuma;
Blättern und Früchten bei Verstopfung und Skorbut;
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Wurzeln und Rinde: Zucker, Stärke, Alkaloide;
Blätter: Alkaloid Berberin;
Frucht: Zuckerstoffe, organische Säuren, Vitamin C;
(Heiss 1980)