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Die Echtes Hirtentäschelkraut - Capsella bursa-pastoris auch Herzkraut, Säckelkraut, Blutkraut, Mönch, Kochlöffel genannt, gehört zur Familie der Kreuzblütler / Cruciferae.

Echtes Hirtentäschelkraut - Capsella bursa-pastoris

Familie: Kreuzblütler / Cruciferae;
Andere Namen: Echtes Hirtentäschelkraut, Herzkraut, Säckelkraut, Blutkraut, Mönch, Kochlöffel;

Botanik / Bestimmungshilfe:

Wuchs: 20-40cm hohes Kraut, ein-zweijährig, mit Pfahlwurzel;
Stängel: behaart, selten kahl;
Batt: Grundblätter schmal-länglich, gezähnt bis fiederspaltig, selten ganzrandig, rosettig;
Blüten: Kornblüte 2-3mm, weiß;
Blütezeit: Januar - Dezember;
Frucht: Schötchen Dreieckigbisweilen ausgerandet;
Standort: Unkrautfluren, Äcker, Wege, Schutt, Gräben, Wiesen, Ödland, (häufiges Unkraut);
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa;
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)

Wildgemüse / Genuss oder Nahrungsmitttel:

Sammeln: Blätter von März bis November, Blütenstand, Blattrosette auch im Winter;
Verwendung: Mischsalate, Frischpreßsaft, Spinat, Gemüsebrühe, Teeanteil, Trocknen; Wurzeln während der ganzen Vegetationsperiode frisch oder getrocknet als ingwerähnliches Gewürz; Samen und Blüten als Würze zu diversen Speisen und vor allem zu Salat;
Achtung: Pflanze oft mit weißem Belag eines Pilzes (Uromyces thlaspii) belegt. Diese Pflanzen nicht verwnden!
Ähnlich: Ackertäschelkraut (Thlaspi arvense), mit kreisrunden Schötchen; Alle weitern Capsell Arten.
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Couplan 1997; Schnelle 1999; Pahlow 1986; Loch 1993; Koschtschejew 1990; Pahlow 1997)

Heilpflanze:

Sammeln: Blühendes Kruat April bis September, Samen;
Zubereitung: Frischpreßsaft, Kaltwasserauszug, heißer Aufguß;
Anwendung (innerlich): Lungen- und Magenblutungen, zu niedriger und zu hoher Blutdruck, Nieren- und Blasenleiden, zu starke Periode, Skorut; Samen bei Verstopfung;
Anwendung (äußerlich): Stark blutstillende Wirkung;
(Heiss 1980)

Hauptwirkstoffe:

Blätter: Gerbstoff, Sapinin, Cholin, Bursin, ätherisches Öl, organische Säuren, Kalium, Kalzium, Schwefel;
Samen: Schleim, Pektin, ätherisches und fettes Öl, organische Säuren, Kalium, Schwefel;
(Heiss 1980)

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