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Großer Sauer-Sauerampfer - Rumex acetosa
Familie: Knöterichgewächse / Polygonaceae;
Andere Namen: Großer Sauer-Sauerampfer, Feld-Ampfer, Sauergras;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: bis 80cm hoch
Stängel: kantig, unten rötlich
Blatt: Pfeilförmig, untere gestielt, obere ungestielt
Blüte: Klein, rötlich
Blütezeit: Mai bis August
Vorkommen: Feuchte Wiesen, Äcker, Gräben
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Nahrungspflanze:
Sammeln: Blätter, Blütenstand, März bis November; Wurzeln September bis Winter; Samen von Juli bis September
Verwendung: Aufgrund des erfrischend säuerlichen Geschmacks als Würze für Mischsalate gut geeignet, jedoch nicht mehr als 10%. Kleingeschnittene Blätter auch als Quarkwürze und in Brotaufstriche. Gekeimter Samen zum Rohverzehr als Beigabe zu Salaten oder in Gemüsegerichten. Getrocknete und gemahlene Wurzeln zu Mehl, das sich gut zur herstellung von Nudeln eignet.
Achtung: Der Sauerampfer sollte von Nieren, Rheuma- und Tuberkulosekranke nicht verzehrt werden. Wegen des Oxalsäureanteils kann, auch bei Nierengesunden, ein übermäßiger Verzehrzug zu Nierensteinen und Nierenschädigung führen. Oxalsäure ist wasserlöslich und kann durch Abkochen und Abgißen des Kochwassers entfernt werden. (Roth et al. 1994)
Ähnlich: Kleiner Sauer-Ampfer (R. acetosella), bis 30cm;
Schild-Ampfer (R.scutatus), Blätter blaugrün, bereift, im Gebirge bis 2700m;
Alpen-Sauerampfer (R. alpinus), bis 2m hoch, Alpen und Mittelgebirge;
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Loch 1993 ;)
Heilpflanze:
Sammeln: Frische Stängel und Blätter Mai bis August; Wurzeln Frühjahr und Herbst; Samen ab Juni;
Zubereitung: Roh als Salatbestandteil oder heißer Aufguss. Wurzel und Samen kurz aufkochen. Als Tee nicht zu stark und nicht in Übermaßen konsumiern.
Anwendung (innerlich): Jeden Tag einige Blätter als Frühlingsblutreinigungskur. Bei Verstopfung, Spulwürmern und Hautkrankheiten. Appetitsteigernd.
Anwendung (äußerlich): Hautkrankheiten.
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Blatt: Bitterstoffe, Gerbstoofe, Vitamin C, Zucker, Fett, Oxalsäure, Kieselsäure, Kalium, Natrium, Chlor,
Samen: Gerbstoff, fettes Öl,
Wurzel: Gerbstoff, Vitamin C
(Heiss 1980)