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Stumpfblättriger Ampfer - Rumex obtusifolius
Familie: Knöterichgewächse / Polygonaceae;
Andere Namen: Stumpfblättriger Ampfer, Grindwurzel, Bitterwurzel;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: bis 150 cm grosse Staude, ganze Pflanze manchmal rötlich überlaufen
Blatt: breit elliptisch-eiförmig bis über 25 cm lang, untere Blätter mit herzförmigem Grund, obere lanzettenförmig
Blüte: zahlreiche kleine Blüten in quirligen Rispen, grünlich
Blütezeit: Juni bis September
Frucht: innere Zipfel der Fruchthülle dreieckig bis länglich, meist am Rand gezähnt
Vorkommen: Wiesen, Gebüsche, Wegränder, Ackerunkraut
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Nahrungspflanze:
Sammeln: Blätter das ganze Jahr, Samen von August bis Oktober
Verwendung: Mischsalatbestandteil, Spinat-Anteil, Gemüsebrühe. Nur junge Blätter verwenden, denn ältere sind bitter. Der bittere Geschmack lässt sich mildern, indem das Kochwasser einmal erneuert wird. Samen roh oder zu Kochgemüse.
Achtung: Für manche Menschen bzw. in manchen Regionen ist die Pflanze unbekömmlich. (Roth et al. 1994)
Ähnlich: Krausblättriger Ampfer (Rumex crispus) mit welligem Blattrand und Hain-Ampfer (Rumex sanguineus) mit meist rotem Stängel und Blattadern sind ähnlich und ebenso verwendbar
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Meunick 1992)
Heilpflanze:
Sammeln: Wurzel Herbst und Frühjahr, reife Samen
Zubereitung: kurz aufkochen
Anwendung: Die Wurzeln bei Verstopfung und Hautleiden; die Samen bei Durchfall, Ekzemen und zur Blutreinigung
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Blatt: Gerbstoff, Vitamin C
Wurzel: Gerbstoff, Emodin, Glukose, Harz, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalk
(Heiss 1980)