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Wiesen-Löwenzahn - Taraxacum officiale
Familie: Köpfchenblütler / Compositae;
Andere Namen: Wiesen-Löwenzahn, Maiblume, Kettenblume, Butterblume, Pusteblume, Kuhlume, Paffenröhrchen, Milchkraut;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: bis 5-50cm hohes Kraut; kräftiger Wurzelstock mit Pfahlwurzel;
Batt: Blattrosette mit buchtig, sägezahnartig ausgeschnittenen Blättern;
Blüten: Blütenstängel hohl, mit weißem Milchsaft gefüllt, ohne Blätter;
Blütenköfpchen gelb;
Hüllblätter hell- oder graugrün, zurückgeschlagen;
Blütezeit: April bis Juli;
Frucht: Hell bis sattbraun; nach öffnen Kugelförmig angeordnete Samen mit weißen Flugschirmen;
Standort: Wiesen, Weiden, Raine, Felder, Gärten, Wegränder, Ödland;
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa;
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Wildgemüse / Genuss oder Nahrungsmitttel:
Sammeln: Wurzel im Frühjar und Herbst;
Blütenknospen und Blüten April bis Juni;
Blätter das ganze Jahr;
Blütenstängel von Märuz bis September;
Verwendung: Eines der schmackhaftesten Wildgemüse. Vorzugsweise junge Blätter eignen sich roh als Salatbestandteil;
Besonders die längsgeschnittenen in Wasser eingelegten Blütenstängel sind schmackhaft und geben Salaten ein interessantes Aussehen;
Entkelchte Blütenzu Gelee, zu Salaten, zu gebratenem Gemüse und als essbare Dekoration;
Blütenknospen zu frischen Kapern;
Frischpreßsaft verdünnt;
auch große Blätter zu Spinat;
Gemüsebrühe;
Tee;
Trocknen;
Geckohte Wurzeln lassen sich ähnlich wie Schwarzwurzel verwenden;
Ähnlich: Analog eignen sich auch ähnlichen Arten wie: Herbstllöwenzahn (Leontodon autumnalis) und Hainsalat (Aposeris foetida), beide mit vollem Stängel;
Tipp: Wurzeln, die über den Winter im Keller in Kisten mit Sand eingelagert werden, treiben im Frühjahr frische Blätter für Salat;
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Pahlow 1997; Forey 1992; Tschöpe 1949; Krach 1986; Hoh 1999; Mayer 1999; MacViacar 1998; Neuhold 1999; Seemann 1946)
Heilpflanze:
Sammeln: Wurzeln Frühjahr und Herbst; Blätter April bis August; blüten April bis Juni;
Zubereitung: Frischsalat, Frischpreßsaft von den Blättern und den Wurzeln; Blätter Kaltwasserauszug oder heißer Aufguß;
Wurzeln Abkochung;
Anwendung (innerlich): Arterienverkalkung, Erkrankungen der Luftwege, leber- und Gallenleiden, Blasensteine, Verstopfung, Diabetes, Gicht, Rheuma, Hautunreinheiten, zur Blutdruckregulierung;
Anwendung (äußerlich): Geschüre, eitrige Wunden, Flechten;
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Bitterstoffe, Gerbstoff, Stärke, Zucker, Schleim, Sapoinin, Cholin, Taraxin, Lävulin, Harz, Wachs, ätherisches und fettes Öl, karotinoide, Inulin (v.a. in Wurzeln), Vitamin A, B1, B2, B6, C, D, Kieselsäure, Magnesium, Kalzium, Kalium, Eisen, Zink, Kupfer, Phosphor, Natrium, Schwefel;
(Heiss 1980)