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Winterlinde - Tilia cordata
Familie: Lindengewächse / Tiliaceae;
Andere Namen: Winterlinde, Bastbaum, Steinlinde;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: 10-30m hoher Baum, Krone ausladend;
Borke: schwarzbraun, glatt;
Zweige: junge Zweige früh verkahlend;
Batt: Schiefrundlich bis herzförmig, unterseits mehr grün und in den Aderwinkeln rostbarun-bärtig;
Blüten: gelb bis zu 5 an einem Stiel mit flügelblättchen, die teilweise mit dem Blütenstiel verwachsen sind;
Blütezeit: Juni bis Juli;
Frucht: erbsgroß, nussförmig bis kugelig;
Standort: Laub- und Mischwälder oft angepflanzt;
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa;
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Wildgemüse / Genuss oder Nahrungsmitttel:
Sammeln: Blätter April bis Juni;
Blüten Juni bis Juli;
Früchte August bis Oktober;
Verwendung: Eines der Schmackhaftesten Wildgemüse. Die Jungen Blätter eignen sich für Salat, Spinat und Gemüsebrühe;
Blätter und Blüten für Haustt;
Aus den Samen lässt sich Öl pressen;
Bläter und Blüten trocknen;
Ähnlich: Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und andere Tilia Arten sind analog zu verwenden;
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Pahlow 1997; Pahlow 1986; Loch 1993; Küster 1917; Machatschek 1999; Aldenhofen 1940)
Heilpflanze:
Sammeln: Blütenstände mit Flügelblättchen Juni bis Juli;
Blätter April bis Juni;
Holz für Holzkohle;
Zubereitung: Heißer Aufguß der Blüten und Blätter;
Anwendung (innerlich): Tee von Blüten zum Schwitzen bei fiebrigen Erkältungen, bei Magen- und Darmentzündungen, Bleichsucht, Katarrhe der Harnwege;
Kohlepulver bei Vergiftungen, Blähungen, verdorbenem Magen;
Anwendung (äußerlich): Tee von den Blättern zum Bundspülen bei Paradontose;
Kohlepulver auf eitrige Wunden und Geschwüre;
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Blätter: Gerbstoff, Schleim, Vitamin C, Inosit, Glykosid Tilacin;
Blüten: Gerbstoff, Saponin, Schleim, Zucker, Wachs, ätherisches Öl mit Fanesol;
Samen: Über 20%ein dem Olivenöl ähnliches wertvolles Speiseöl;
(Heiss 1980)