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Wiesen-Bocksbart - Tragopogon pratensis
Familie: Köpfchenblütler / Compositae;
Andere Namen: Wiesen-Bocksbart, Milchblume, Zuckerblume, Süßling, Hasenbrot, Kuckuck, Morgenstern;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: Ein-Jahres-Staude, fast kahl, bis 80 cm hohes Kraut mit süßem Milchsaft,
Blatt: sehr schmale, ungestielte, grasartige Blätter
Blüte: goldgelbe Blütenköpfchen, bis 4 cm breit, in sonnigen Morgenstunden geöffnet
Blütezeit: Mai bis August
Vorkommen: Trockene Rasen, Wälder, Fettwiesen, Raine, Böschungen, Wegränder
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Nahrungspflanze:
Sammeln: Blätter, Knospen, Blüten, oberer Stängelteil April bis September, Wurzel im ersten Jahr
Verwendung: Blätter und weiche Triebe, Stängel und knospige Blütenstängel im Frühjahr und Sommer zu Spinat, zu Gemüsegerichten oder roh als Salat. Die Sprossen und Blütenknospen von April bis Juni zu Spargelgemüse. Die Wurzeln im Frühjahr roh zu Salat, gegart zu Bratlingen oder Gemüsegerichten. Des guten Geschmacks wegen geeignet zum Mischen mit herben Kräutern.
Ähnlich: Lauchblättriger Bocksbart oder Haferwurz (T, porrifolius), Blüten violett, aus Südeuropa, ist ebenso verwendbar. Wurde früher viel als Gemüsepflanze angebaut und ist jetzt vereinzelt verwildert zu finden.
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Forey 1992; Gramberg 1946; Seemann 1946; Pahlow 1986; Karch 1986;)
Hauptwirkstoffe:
Gerbstoff, Lactucerol, Mannit, Xanthophyll, Gummi, Spuren von Arsen, im Milchsaft Phytosterine.
(Heiss 1980)