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Heidelbeere - Vaccinium myrtillus
Familie: Heidenkrautgewächse / Ericaceae;
Andere Namen: Heidelbeere, Blaubeere, Waldbeere, Wchwarzbeere, Taubeere, Pickelbeere, Schnuderbeere, Äugeln;
Botanik / Bestimmungshilfe:
Wuchs: 15-40cm hoher Halbstrauch, Sommergrün;
Stängel: sehr verästelt, scharfkantig, grün, kahl;
Batt: eiförmig-elliptisch, gezähnt, hellgrün;
Blüten: kugelig, grünlich bis blaßrosa, meist einzeln;
Blütezeit: April - Juni;
Frucht: Blauschwarze Beere mit rotem Saft;
Fruchtzeit: Juli - September;
Standort: Lichte Wälder, besonders Fichtenwälder, Heiden, Moore, kalkfreie Böden;
Verbreitung: Häufig in Deutschland und Mitteleuropa;
(Wagner u. Garcke 1882; Blamey et all 1974)
Wildgemüse / Genuss oder Nahrungsmitttel:
Sammeln: Blätter April bis Mai; Früchte Juli bis Semptember; Blüten im Mai;
Verwendung: Früchte roh z.B. mit Jogurth oder Sauermilch;
getrocknete Früchte, Blüten, Blätter zur Teezubereitung;
Achtung: Bie Langzeitgebrauch der Blätter wurden Hämoglobinvermidnerungen und Gewichtsabnahme festgestellt (Roth et al., 1994);
Ähnlich: Die rohen Beeren der ähnlichen Rausch-, Moor- oder Sumpfheidelbeere (V. uliginosum), bis 3000m, mit farblosem Fruchtsaft, werden nicht von jedem vertragen;
(Heiss 1980; Fleischhauer 2003; Schnelle 1999; Pahlow 1997; Forey 1992; Neuhold 1999; Krach 1986; Klockenbring 1944)
Heilpflanze:
Sammeln: Blätter von Mai bis Juni; Früchte Juli bis September;
Zubereitung: Blätter Abkochen, Frischpreßsaft der Beeren;
Anwendung (innerlich): Blätter bei Husten,
Schnupfen, Blasenkatarrh, Harnsteinen, Magen- und Darmkatarrh, hohem Blutdruck und Schuppenflechte;
Getrocknete Beeren stopfen;
Anwendung (äußerlich):Gurgeln mit verdnntem Fruchtsaft bei Entzündungen der Mundschleimhaut;
(Heiss 1980)
Hauptwirkstoffe:
Blätter: Gerbstoff, Bitterstoff, Zucker, Gummi, Myrtillin, Ericolin, organische Säuren;
Beeren: Gerbstoff, Zucker, Pektin, Vitamin C, organische Säuren;
Samen: fettes Öl;
(Heiss 1980)